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Ersatzneubau Brunnenrain, Zürich (bis 2026)

Das Grundstück für den Ersatzneubau der Genossenschaft Brunnenrain besetzt mit seiner prominenten Ecklage an der Kalchbühlstrasse und Widmerstrasse einen prägnanten Ort im Zürcher Quartier Wollishofen und profitiert von den ausserordentlichen Qualitäten seiner unmittelbaren Umgebung.

Bautafel
Baumanagement
Baugenossenschaft Brunnenrain Zürich
Knorr & Pürckhauer Architekten AG
Lüchinger Meyer Partner AG
HTR AG
Enerpeak AG
Dezember 2023 - August 2026
CHF 30'900'000

Mit einer einfachen Setzung aus Langhaus und Punktbau werden die städtebaulichen Merkmale des Quartiers weitergeführt. Das strassenbegleitende Langhaus an der Kalchbühlstrasse bildet mit seiner städtischen Erscheinung den Auftakt zum dichten Stadtkörper von Zürich-Wollishofen. Das Punkthaus an der Widmerstrasse verweist auf die sanft zum See abfallende Topografie und führt die fliessenden Freiraumstrukturen entlang der Höhenlinien weiter.

Die kompakte Organisation der Baukörper entlang der Verkehrsbaulinien schafft seeseitig einen grosszügigen Freiraum, der fliessend in den vorgelagerten öffentlichen Landschaftsraum übergeht. Gleichzeitig eröffnet die Setzung allen Wohnungen attraktive Ausblicke auf den Zürichsee. Durch die radiale Ausdrehung der Wohnungen entsteht aus den beiden abstrakten Baukörpern eine organische Siedlungsfigur mit hoher Identität.

Die Überbauung umfasst 51 Wohnungen mit einer ausgewogenen Durchmischung von 2- bis 5.5-Zimmer-Wohnungen. Der zentrale Freiraum bildet das gemeinschaftliche Zentrum der neuen Überbauung und stärkt den Bezug zwischen den Baukörpern und ihrer Umgebung.

Die Gebäude erhalten ein einheitliches und ruhiges Fassadenbild. Der Kontrast aus grobkörnigen petrolfarbenen Putzfeldern und hellen, präzise gefügten Betonelementen betont die markante Ecklage und verleiht der Überbauung eine unverwechselbare Erscheinung. Loggien, Risalite und der dezent hervorgehobene Sockel greifen Gestaltungselemente einfacher Wohnhäuser im städtischen Umfeld auf.

Die Drehung der Längsfassade erzeugt eine charakteristische Erscheinung mit diagonal versetzten Loggienmotiven. Diese überspielen die sanfte Höhenstaffelung des Zeilenbaus und öffnen die Wohnungen zusätzlich über Eck nach Süden. Die vorgestellten Terrassen stärken den zentralen Freiraum als gemeinschaftlichen Mittelpunkt der Siedlung.

Die topografische Lage mit Blick auf den Zürichsee, die unverbaubare Nordausrichtung und der grosszügige Abstand zur Kalchbühlstrasse machen den Ersatzneubau besonders.